... im Rahmen des IDAHOT* Jena 2015-Festivals

Fußball verbindet. Es gibt nur wenige andere Orte, an denen so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, politischer Einstellung oder Einkommensklasse zusammenkommen. Umso beschämender ist es, dass gerade an einem solchen Ort immer noch einige Menschen ausgegrenzt und beschimpft werden.

Ob im Verein, Verband oder bei den Fans ist Homosexualität im Fußball noch immer ein Tabu-Thema. Noch hat es kein Profi-Spieler in seiner aktiven Karriere geschafft, sich zu seiner scheinbar divergierenden Sexualität öffentlich zu bekennen, und noch immer hört man, egal ob in der Kurve oder dem VIP-Bereich, homophobe Bemerkungen.

Dem gilt es, sich entgegenzustellen und ein klares Zeichen zu setzen! Am 17. Juli 2013 unterzeichneten mehrere Vertreter und Vertreterinnen aus Ministerien, Fußballvereinen, Verbänden und anderen Institutionen die "Berliner Erklärung". Diese Erklärung sollte den Auftakt der Bildungsinitiative "Fußball für Vielfalt" bilden. Die Unterzeichner der "Berliner Erklärung" verpflichteten sich dazu, homophobe Strukturen im Fußball zu erforschen, um präventive Maßnahmen zu entwickeln und aktiv gegen Homophobie im Fußball einzustehen. Vor allem ist die Erklärung aber ein Zeichen, dass Fußball für Toleranz steht und Diskriminierung im Stadion nichts zu suchen hat.

Am 17. Mai, ist der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie. Im Rahmen dieses Tages will auch der FC Carl Zeiss Jena ein Zeichen setzen und die "Berliner Erklärung" unterzeichnen. Dies ist ein großer und längst überfälliger Schritt, der jedoch längst nicht der letzte sein darf.

 

Wann? Sonntag, 17.05.2015, 14.00 Uhr
Wo? Ernst Abbe Sportfeld, Oberaue, Jena
Eintritt? frei