(CampusTV vom 20.05.10)
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(Ostthüringer Zeitung vom 19.05.10, Seite OAJE219)

2010-05-19_otz


(JenaTV vom 18.05.10)

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(Thüringische Landeszeitung, 18.05.10, Seite ZAJE118)

Miteinanders mit Courage - Verein Queerwege erhält 1000 Euro Charlotte-Figulla-Preis an vier Projekte

Frank Döbert

Jena. Der diesjährige Träger des Jenaer Preises für Zivilcourage ist das Projekt MiteinAnderS von Queerweg, dem schwul-lesbischen Verein für Jena und Umgebung. Der mit 1000 Euro dotierte und zum neunten Mal vergebene Preis wurde gestern in einer Feierstunde in den Rosensälen verliehen. Geehrt werden mit dem Preis Bürger der Stadt Jena, die sich durch selbstloses und couragiertes Handeln ausgezeichnet haben. Gestiftet wurde er in diesem Jahr von der Volksbank Saaletal eG.

Dass der Preis in diesem Jahr nicht wie bisher auf Bürger, Initiativen oder Verein fixiert war, die sich mit dem Rechtsextremismus auseinander setzen, kam möglicherweise zunächst überraschend für Nichteingeweihte, überraschte in der Konsequenz jedoch nicht wirklich. Denn, wie Mirko König, Informatik-Lehrer am Carl-Zeiss-Gymnasium, in seiner Laudatio deutlich machte, ist es gerade mal 20 Jahre her, da Homosexualität aus dem Diagnose-Schlüssel der Weltgesundheitsorganisation gestrichen wurde. Und vergeben wurde der Preis just an dem Tag, dem 17. Mai, der als Symbol steht für die Abschaffung des Strafrechts-Paragraphen 175. Sich zu homosexuellen, lesbischen, bisexuellen oder transsexuellen Lebensformen zu bekennen, ist angesichts immer noch weit verbreiteter Vorurteile und Intoleranz in der Gesellschaft mit vielen Problemen behaftet und für Jugendliche noch sehr viel schwieriger. Hier Aufklärung in den Schulen zu betreiben, das ist das Ziel des Projektes MiteinAnders, für das Matthias Gothe, Sophie L. Jädicke, Elke Metzmacher, André Ludwig und Daniel Schwartze den Preis entgegen nahmen.

Auf eine sechsjährige Tradition blickt der ebenfalls vergebene Charlotte-Figulla-Preis zurück. Der mit 1000 Euro dotierte Preis, gestiftet von Professor Hans-Reiner Figulla im Gedenken an seine verstorbene Tochter, soll Jugendliche motivieren, sich mit gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen. Das diesjährige Motto lautete: Bin ich ein Weltbürger? Prämiert wurden diesmal zu gleichen Teilen gleich vier Projekte, die das Thema auf ganz unterschiedliche Weise umsetzten als Film (Christian Reibold, Lukas Gintrowski und Tilmann Möller für ihren Film Die Telefonzelle), auf der Leinwand als Gemälde (Simon Peter fürDie Welt der Zwischenmenschlichkeit), für Anregungen zum interkulturellen Austausch von Jugendlichen (Dorina Hildebrand für ihre Broschüre Discover Europas with European Voluntary Service) sowie das Projekt Was heißt HIER fremd? von 110 Jenaplan-Schülern.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde auch durch den Auftritt der Samba-Gruppe ohne Namen, die im KuBuS Lobeda beheimatet ist.


(Ostthüringer Zeitung vom 18.05.10, Seite OAJE118)

Wege ebnen und Vielfalt leben - Jenaer Preis für Zivilcourage und Charlotte-Figulla-Preis vergeben

Von Frank Döbert

Jena (OTZ). Der diesjährige Träger des Jenaer Preises für Zivilcourage ist das Projekt MiteinAnderS von Queerweg, dem schwul-lesbischen Verein für Jena und Umgebung. Der mit 1000 Euro dotierte und zum neunten Mal vergebene Preis wurde gestern in einer Feierstunde in den Rosensälen verliehen. Geehrt werden mit dem Preis Bürger der Stadt Jena, die sich durch selbstloses und couragiertes Handeln ausgezeichnet haben. Gestiftet wurde er in diesem Jahr von der Volksbank Saaletal eG.

Dass der Preis in diesem Jahr nicht wie bisher auf Bürger, Initiativen oder Vereine fixiert war, die sich mit dem Rechtsextremismus auseinander setzen, kam möglicherweise zunächst überraschend für Nichteingeweihte, überraschte in der Konsequenz jedoch nicht wirklich. Denn, wie Mirko König, Informatik-Lehrer am Carl-Zeiss-Gymnasium, in seiner Laudatio deutlich machte, ist es gerade mal 20 Jahre her, da Homosexualität aus dem Diagnose-Schlüssel der Weltgesundheitsorganisation gestrichen wurde.

Und vergeben wurde der Preis just an dem Tag, dem 17. Mai, der als Symbol steht für die Abschaffung des Strafrechts-Paragrafen 175.

Sich zu homosexuellen, lesbischen, bisexuellen oder transsexuellen Lebensformen zu bekennen, ist angesichts immer noch weit verbreiteter Vorurteile und Intoleranz in der Gesellschaft mit vielen Problemen behaftet - und für Jugendliche noch sehr viel schwieriger. Hier Aufklärung in den Schulen zu betreiben, das ist das Ziel des Projektes MiteinAnders, für das Matthias Gothe, Sophie L. Jädicke, Elke Metzmacher, AndrŠ Ludwig und Daniel Schwartze den Preis entgegen nahmen.

Auf eine sechsjährige Tradition blickt der ebenfalls vergebene Charlotte-Figulla-Preis zurück. Der mit 1000 Euro dotierte Preis, gestiftet von Professor Hans-Reiner Figulla im Gedenken an seine verstorbene Tochter, soll Jugendliche motivieren, sich mit gesellschaftlichen Themen auseinander zu setzen. Das diesjährige Motto lautete: Bin ich ein Weltbürger? Prämiert wurden diesmal zu gleichen Teilen vier Projekte, die das Thema auf ganz unterschiedliche Weise umsetzten - als Film (Christian Reibold, Lukas Gintrowski und Tilmann Möller für Die Telefonzelle), auf der Leinwand als Gemälde (Simon Peter für Die Welt der Zwischenmenschlichkeit), für Anregungen zum interkulturellen Austausch von Jugendlichen (Dorina Hildebrand für ihre Broschüre Discover Europas with European Voluntary Service) sowie das Projekt Was heißt HIER fremd? von 110 Jenaplan-Schülern.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde u.a. durch den Auftritt der Samba-Gruppe ohne Namen, die im KuBuS Lobeda beheimatet ist.

Gewinn fürs Miteinander

Von Frank Döbert

Im Fernsehen und in den Schulbüchern ist die Welt noch in Ordnung: in den Seifenopern am Nachmittag verlieben sich immer Jungs in Mädchen oder umgedreht, und in den Schulbüchern ist es ähnlich.

Warum können es nicht auch zwei lesbische Mädchen sein, deren Alltagsprobleme thematisiert werden, fragt Matthias Gothe. Er ist einer von zehn jungen Leuten, die im VereinQueerwege organisiert sind und seit vier Jahren mit ihrem Projekt MiteinAnderS regelmäßig in die Jenaer Schulen gehen und dort ab Klasse 8 in einer Doppelstunde über die Vielfalt sexueller Identitäten und Orientierungen aufklären.

Ein schwieriges Unterfangen aus mehreren Gründen, denn diese Form des Unterrichtes muss in den Stundenplan eingeordnet werden und muss vor allem noch viel mehr Gehör bei den Lehrern und Schulleitern finden. Der Bedarf an Wissensvermittlung ist unbedingt da, pro Klasse ist erfahrungsgemäß mindestens ein Jugendlicher schwul oder lesbisch. Für die MiteinAnderS-Leute ist daher öffentliche Anerkennung und Beförderung ihrer Arbeit über den Preis für Zivilcourage mit Sicherheit ein Gewinn.


(Thüringische Landeszeitung, 15.05.2010, Seite JE 3)

Hinsehen, nicht glotzen - Idaho will zum Verständnis der Homosexualität beitragen

Von Florian Girwert

2010-05-15_tlzJena. Schaut man sich in Jena um, könnte man annehmen, es sei alles rosig, aber schon wenn wir in der Umgebung unterwegs sind, zeigt sich, dass die Menschen noch viele Vorurteile gegen Schwule und Lesben haben, sagt Matthias Gothe vom Verein Queerweg e.V.

Zusammen mit der Hochschulgruppe Queer-Paradies, dem Aufklärungsprojekt miteinanders, dem Gleichstellungsreferat des Studentenrates der Universität, der Aids-Hilfe Weimar und der AG Lesben und Schwule in der Gewerkschaft ver.di hat der Verein das Idaho-Festival (international day against homophobia) organisiert, was vom heutigen Abend an bis Montagabend überwiegend im Kassablanca stattfindet.

Anliegen des Festivals und der Vereine sei es zu demonstrieren, dass Homosexualität nichts Anrüchiges, sondern etwas vollkommen Normales sei, an dem niemand Anstoß nehmen müsse, sagte Nora Scharfenberg wie Matthias Gothe im Organisationsteam des Festivals.

In vielen Bereichen ist es einfach für viele noch undenkbar, ihr Homosexualität offen einzugestehen, sagt Gothe. Mancher DAX-Vorstand organisiere sich für offizielle Anlässe eine Alibi-Freundin, um unangenehme Fragen zu vermeiden.

Auch im Bereich des Sports, besonders beim Fußball, müsste es ja laut Statistik wie im Rest der Bevölkerung auch etwa 5 bis 10 Prozent Homosexuelle geben. Von fast 550 Bundesligaspielern sei aber ein einziger bekannt, der offen homosexuell ist. Bezogen auf dieses Thema bietet das Festival am Sonntag, 17 Uhr, im Kassablanca eine Diskussion zum Thema Homophobie im Sport. Zu Gast sein werden unter anderem Marcus Urban der ehemalige Profi des FC Rot-Weiß Erfurt bekannte sich öffentlich zur Homosexualität, woraufhin seine Karriere schnell beendet war und Lars Wessell vom offiziell schwulen Fanclub Green Hot Spots der Bundesligamannschaft Werder Bremen.

Nora Scharfenberg betont: Wir wollen nicht nur mit erhobenem Zeigefinger durch das Wochenende gehen, sondern auch ganz profan lockere Begegnungen fördern, um Vorurteile abzubauen.

Auftakt des Idaho-Festivals heute ab 21 Uhr im Kassablanca mit den Bands Hunt (SWE), Lars and the Hands of Light (DK), I Heart Sharks (Berlin). Fotografien von Goodyn Green (DK) werden bis Sonntag ausgestellt


(Akrützel, Ausgabe 280, Seite 12)

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(07 Das Stadtmagazin, Ausgabe 16)

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(Kassa-Fahrplan)

IDAHO
Internationale Tag gegen Homophobie

Zum zweiten Mal engagieren sich mehrere Gruppen in Jena am Internationalen Tag gegen Homophobie (IDAHO). Weltweit kommt es am 17. Mai mit dem Slogan “Speaking about Silence“ zu verschiedenen kulturellen Veranstaltungen. Das Jenaer Festival steht unter dem Motto „Hier gibt's nichts zu sehen, Bitte sehen Sie her!'' und lädt vom 15.-17. Mai zum Tanzen und Verweilen, Diskutieren und Zuhören, Betrachten und Mitmachen ein.

Die Musiker von HUNT kommen aus Göteborg und verwöhnen mit ruhigen Klängen aus dem hohen Norden, man sagt über sie: "Und so klingt sie dann, die lange, frühe Morgendämmerung nach der schwedischen Juninacht. Still, schwingend, leicht“', quasi schwedische Lieblichkeit auf Synthie-Teppichen! Susanna Brandin aka WINTER TOOKHIS LlFE ist die Gänsehautproduzentin und Frontfrau von HUNT – reinhören und lieben! Lars and The Hands of Light sind eine neue Band aus Kopenhagen rund um Lars Vognstrup, der bereits auf eine lange Karriere mit Bands wie Raunchy, Money Your Love, Wolfkin und langjähriges Touren mit Junior Senior zurückblicken kann. Die Dänen präsentieren sich ganz im Stile charmanter und geschmackvoller Popmusik. Die Berliner Jungs der I HEART SHARKS greifen sich mit ihren „electropoppigen" beats and beeps auch den letzten Tanzmuffel - versprochen. Sie streicheln die Synthesizer und schreien wolves und anderen animals. Wer Interesse an Kunst hat kommt beim IDAHO auch auf seine Kosten. Es wird eine Fotoausstellung von Goodyn Green geben, in ihren Fotographien stellt sie ein fantastisches Spiel mit modernen Geschlechterrollen auf und verleiht ihren Objekten ein ganz persönliches Verständnis von Ästhetik und Erotik. Außerdem besuchen uns zwei nationale Magazine: BEND OVER MAGAZINE & HUGS AND KISSES MAGAZINE!

„Speaking about silence - Homophobie im Sport“

(Podiumsdiskussion u.a. mit Tanja Walther-Ahrens (European Gay and Lesbian Sport Federation))

Trotz 40 Jahren Lesben- und Schwulenbewegung hat sich ein bedeutender Teil des sozialen Miteinanders einer Sensibilisierung gegenüber vielfältigen Lebensweisen entzogen - auch heute noch müssen sich Sportler zwischen einer Sportkarriere und einem offenen (Er)Leben ihres eigenen Ichs entscheiden.

Ex-Bundesligaspielenn Tanja Walter-Ahrens diskutiert mit Sportlern, Managern und Fans über Vorurteile, Realitäten und Rahmenbedingungen für einen offenen Sport.

„Das große Tabu“

(Dokumentation von Aljoscha Pause)

Es ist eines der letzten großen Tabus in unserer Gesellschaft: Homosexualität im Fußball. Dabei kann es schon rein statistisch nicht sein, dass unter so vielen Männern nicht ein einziger Schwuler auf dem Platz steht. Fernsehjournalist Aljoscha Pause zeigt in der bisher größten TV-Reportage die Situation homosexueller Fußballer in Deutschland auf. Erzählt wird u.a. die Geschichte des ehemaligen DDR-Jugendauswahl-Spielers Marcus Urban, der als eines der größten Talente seiner Zeit galt, bis er sich mit Anfang 20 zu seiner Homosexualität bekannte und sich damit gegen eine Fußball-Karriere entschied. Durcj diesen Film begann eine Diskussion, in deren Folge DFB- Präsident Theo Zwanziger jedem Spieler seine persönliche Unterstützung bei einem Outing zusicherte und gleichzeitig Spitze-Sportler ,,aus Sicherheit“ vor jedem Outing abraten.