... im Rahmen des IDAHOT* Jena 2013-Festivals

ANDERSRUMportrait ist eine Kunst-Kampagne zu Akzeptanz und gegen Homophobie.

Das Wort„Andersrum“ wird auch heute noch für Menschen benutzt, die nicht der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft entsprechen. Mit dieser oftmals negativ besetzten Bezeichnung, werden Personen in eine Schublade gesteckt. Ohne Nachzudenken werden dabei Begriffe weiterverwendet, die dadurch ihre wörtliche Bedeutung verlieren.

Alexa Seewald hat das Wort „andersrum“ als Leitmotiv für ihr Projekt gegen Homophobie gewählt und sich dabei seine Doppeldeutigkeit zu Nutze gemacht. Durch positive Assoziationen gewinnt sie den Begriff zurück und nimmt ihm sein Stigma. Sie führt dabei anschaulich vor Augen, was „andersrum“ auch heißen kann, indem sie Menschen - genauso wie die Bedeutung des Wortes- herumdreht und die Portraitierten nur von hinten zeigt. Dies erlaubt eine Anonymität der Menschen und zeigt gleichzeitig eine Vielfalt von Persönlichkeiten, die aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind.

Fast 3000 Menschen aus ganz Deutschland und angrenzenden Ländern haben sich in den letzten 2 Jahren von Alexa Seewald für ANDERSRUMportrait fotografieren lassen, um mit ihrem individuellem Portrait ein Zeichen zu setzen gegen Homophobie, Stigmatisierung und Schubladendenken. Die Portraits zeichnen ein Bild der Vielfalt der queeren, lesbischen, schwulen, trans*, inter- und bisexuellen Szenen. Aber auch heterosexuelle Menschen haben sich für ANDERSRUMportrait fotografieren lassen.

 

Ort: Café Wagner, Wagnergasse 26, Jena
Datum: 17. Mai bis 10. Juni
Wieviel: Eintritt frei